Ein ganz besonderes Erlebnis

 
     
 

Vorwort:

 
 

Ich hatte mir Wochen vor der Reise sehr viele Bücher über die Donauschwaben gekauft und viel gelesen. u.a.  das Buch:

„Ich hatte viele Engel“…

Die Autorin des im Sternberg Verlag erschienenen  Buches, Frau Eva Frach-Fischler, dokumentiert das Unglück vieler Donauschwaben und  belegt das Durchhaltevermögen einer 11-jährigen gläubigen Katholikin.

 
  Das Buch handelt von einer Kindheit zwischen Paradies und Massengräbern in den jugoslawischen Vernichtungslagern von 1945 bis 1947.  
 

Vor meiner Abfahrt hatte ich noch ca. 1/3 des Buches zu lesen, also nahm ich es mit und habe es auf der Fahrt im Bus fertig gelesen.

 
     
 

 
     
 

Ich stand nun also vor dem Hotel Tödling neben einer älteren Dame und fragte sie, ob sie schon öfters in Ruma gewesen  oder ob das auch ihre erste Fahrt sei. Sie erklärte mir, dass sie nicht nach Ruma mitfahren würde, sondern nur wegen der  Denkmal-Einweihung in Sr.Mitrovica mitgefahren sei. Sie würde danach mit ihrem Mann in ihren Geburtsort fahren und erst wieder zur Rundfahrt, am letzten Tag unseres Aufenthaltes, zu uns stoßen. Neugierig fragte ich, wo sie denn geboren sei. Sie antwortete in India.

 
     
  Verblüfft erzählte ich ihr, dass ich gerade ein Buch über ein Mädchen aus India gelesen habe und sie sagte lächelnd: „Sie haben mein Buch gelesen? Woher haben sie es denn bekommen, das gibt es doch gar nicht mehr im Handel..“  (Ich habe das Buch via Internet bei Amazon gebraucht gekauft.)  
     
 

 
     
 

So habe ich die Autorin des Buches kennen gelernt und war fasziniert von der Kraft und Energie dieser Frau.  Ich habe mich auf der Weiterfahrt und bei unserer Rund- und Rückreise immer wieder gerne mit ihr unterhalten. Sie hat mir sehr viele Hintergrund-Informationen gegeben.

 
     
 

Kaum zu Hause angekommen erhielt ich von ihr ein Päckchen mit einem weiteren Buch von ihr, sowie einem Video, welches sie und ihr Mann für das ORF aufgenommen hatten. Auf diesem Video erzählen sie die Geschichte der Donauschwaben.

 
     
  Frau Frach-Fischler war sehr enttäuscht, dass jedoch der Schluss nicht nach ihrem Sinn und vollständig gestrichen worden war. Es war, als ob niemand auf der Welt Interesse an der Leidensgeschichte der Donauschwaben habe.  
     
 

Das Schicksal der Donauschwaben darf aber nicht vergessen werden !

 
     

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