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Ich habe mir heute, die
Ausstellung auf dem Cannstatter Wasen angesehen und bin begeistert.
Kurzfassung der
Qin-Dynastie
"Shi
Huang Di" - Der erste Kaiser
"Qin Shi
Huang Di" - wurde 259 v.Chr. in der letzten Phase der "sieben streitenden
Reiche", unter dem Namen "Ying Zheng" geboren. Als sein Vater Zi Chu, der
König des Qin Staates, starb, wurde Ying Zheng - 13jährig - der neue König.
Im Alter von 22 Jahren wurde er offiziell gekrönt.
Nachdem er alle Hindernisse
auf dem Weg zur Alleinherrschaft beseitigt hatte, darunter seine Mutter,
hohe Politiker und Generäle, begann er damit Vorbereitungen zu treffen, um
China zu einen. Nach der Einführung neuer Tugenden, wie z.B. die Pflicht zur
sorgfältigen Feldbestellung und dem bedingungslosen Kampfeinsatz führte der
junge König von 230-221 v.Chr. die Zerschlagung der anderen Staaten
planmäßig durch.
Das Ergebnis war das erste feudale Kaiserreich der chinesischen Geschichte
mit zentralisierter Macht. Er nannte sich selbst zum "König der Könige" -
dem ersten Kaiser - "Shi Huang Di".
Im Jahre 210 v.Chr. verstarb
der Kaiser 50 jährig auf der Sandhügel-Terrasse in der Provinz Hebei,
während er sich auf einer Inspektionsreise befand.
Die Entdeckung der
Tonkrieger
Es war 1974 im Dorf Xiyang in der Provinz Shaanxi als Bauern beschlossen
einen neuen Brunnen zu graben, um ihre Felder bewässern zu können. Am
fünften Tag der Ausschachtungsarbeiten stieß man auf eine Schicht aus hartem
gebranntem Ton. Bei dem Fund handelte es sich um den gepanzerten
Rückenbereich eines Tonkriegers.
Die Nachricht von dem Fund verbreitete sich sehr schnell bis in die
Provinzhauptstadt Xi'an. Im Juli 1974 traf ein Archäologenteam der Provinz
Shaanxi am Fundort ein und führte in den folgenden Jahren zahlreiche
Testbohrungen und -grabungen durch. Bei der größten archäologischen
Entdeckung des 20. Jahrhunderts handelt es sich um eine gewaltige Ansammlung
von Tonkriegern und Tonpferden, die zur Grabanlage des Shi Huang Di gehört.
Die Ausgrabung der Tonarmee sorgte nicht nur in China für Überraschung und
Aufsehen, sondern in der ganzen Welt.
Eine Grabanlage immenser
Größe
Die Grabanlage des ersten
Kaisers der Qin-Dynastie, Shi Huang Di, liegt im Ostteil des Kreises Lintong
in der Provinzstadt Shaanxi, 7,5 Kilometer von der Kreisstadt entfernt. Die
Grabanlge liegt zwischen dem Berg Li im Süden und dem Fluß Wei im Norden.
Der Grabhügel wächst majestätisch aus der umgebenden Landschaft. Shi Huang
Di hatte den Ort gewählt, weil es ganz in der Nähe, im Berg Li, reiche Gold-
und Jadevorkommen gab. Die Grabanlage ist inzwischen eines der wichtigsten
Objekte das staatlichen Kulturdenkmalschutzes und steht darüber hinaus, als
einziges in China, auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO.
Die Bauarbeiten fanden 246 v. Chr. ihren Anfang und dauerten 38 Jahre an.
Die berühmteste Schilderung der Bauzeit und Beschaffenheit der Grabstätte
stammt von Sima Qian, dem größten Historiker Chinas. Er schrieb, dass zum
Zeitpunkt höchster Bautätigkeit 700 000 Menschen an der Anlage arbeiteten.
Der Grundriss der Grabstätte ist rechteckig und misst von Osten nach Westen
345 und von Süden nach Westen 350 Meter. Die Anlage aus gestampfter Erde
hatte ursprünglich Pyramidenform.
Die Seitenlänge der inneren Mauer von Süden nach Norden betrug 1355 und von
Osten nach Westen 580 Meter.
Die Ton - Armee
Die Gruben mit der Tonarmee liegen ca. 1,5 km östlich des Grabhügels. Die
erste nimmt eine Fläche von 14 260 m² ein und war mit 6000 Soldaten sowie 40
hölzernen Kampfwägen bestückt.
Die zweite Grube liegt nordöstlich von der ersten und nahm ursprünglich eine
Fläche von 6000 Quadratmetern ein. Nach Testgrabungen geht man davon aus,
dass sich dort über 350 Wagenpferde, 116 Reitpferde, rund 900 Soldaten und
vermutlich 89 Kampfwagen befinden.
Die dritte Grube besaß eine Grundfläche von 500 Quadratmetern und die Form
eines "U". Hier wurden 66 Soldaten, 4 Wagenpferde und die Reste eines
Kampfwagens gefunden. Ebenso stieß man hier auf Opfergaben, bestehend aus
Hirschgeweihen und Tierknochen, die den Sieg fördern sollten. Im
chinesischen Altertum setzte sich eine Armee aus drei Teilen plus den
Gefechtsstand zusammen. Grube Nr. 1 und 2 repräsentieren zwei dieser Teile,
Grube Nr. 3 ist nach einhelliger Meinung der Gefechtsstand gewesen. Der
dritte Teil der Armee fehlt offensichtlich. Eine Testgrabung sorgte für den
Fund einer weiteren Grube, die die gleiche Tiefe aufwies, wie die anderen
Gruben. Allerdings war diese nur mit Erdreich gefüllt. Man geht davon aus,
Dass der Bauernaufstand ausgebrochen ist, bevor der dritte Teil der Armee
fertiggestellt werden konnte. Interessant ist, dass es sich bei den Waffen
der Soldaten um echte Kampfinstrumente handelt. Sie wurden mit einer
Chromsalzlösung behandelt, um sie vor dem Zerfall zu schützen. Dies ist ein
Beweis, dass man diese Technik in China bereits vor 2000 Jahren kannte!
Text mit Genehmigung der Ausstellungsleitung übernommen
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