Kappadokien-Rundreise

10.bis 17.10.2005

 
 

 

 
   

Kappadokien - Karte

 

 Unsere Reisegruppe

 
Seit Mai freue ich mich auf diese Rundreise und endlich war es soweit und eine Woche voller Hindernisse und Beschwernisse - aber auch absoluten Höhepunkten begann.
 
Erste Panne bereits am Flughafen Stuttgart. Unsere Maschine hatte einen Defekt und musste ausgetauscht werden, dadurch verzögerte sich unser Abflug um über 2 Stunden. Wir kamen so gegen Mitternacht in unserem Hotel in Antalya an, wo ein kleiner  "kalter" Imbiss für uns bereit stand und so gegen 2 Uhr morgens kamen wir zum Schlafen und mussten um 6 Uhr wieder aufstehen - 7 Uhr Frühstück und Weiterfahrt mit dem Bus durch die schöne Landschaft des Taurusgebirges nach Konya.
 
Hier besichtigten wir das Museum des Mevlana-Ordens (tanzende Derwische) und dann ging die Weiterfahrt nach Avanos in Kappadokien, wo wir so gegen 18 Uhr unser Hotel bezogen. Koffer ausgepackt, denn hier sollten wir ja 3 Nächte bleiben, und dann auf zum Abendessen. Bereits bei der Vorspeise klappte ich zusammen und der Reiseleiter musste einen Arzt ins Hotel kommen lassen. Nach gründlicher Untersuchung, einer Spritze und einigen Medikamenten bekam ich Bettruhe verordnet.
 
NEIN, dazu war ich nicht nach Kappadokien gekommen. Da es mir am nächsten Morgen wieder leidlich ging, wollte ich auch mit auf die Wanderung durch die bizarre Landschaft im Göreme-Tal.  Es ging auch alles gut und als der Arzt am Abend kam war er auch "leidlich" zufrieden.
 
Bereits am zweiten Tag in Kappadokien machte sich - bedingt durch das viele Sitzen im Bus meine Arthrose im Hüftgelenk schmerzhaft bemerkbar. Ich weigerte mich aber dies dem Arzt zu sagen, da ich befürchtete, dass er gegen die weitere Teilnahme an den Ausflügen ein Veto einlegen würde.
 
Die Landschaft Kappadokiens ist so phantastisch, bizarr und wiederum pittoresk, dass ich keine Zeit hatte meine Schmerzen zu hätscheln und so humpelte ich tapfer mit zusammengebissenen Zähnen durch die Tage...... 
 
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch bei den Derwischen des Mevlana-Ordens und die Teilnahme an einem Tanz-Ritual war ein ganz besonderes Erlebnis.
 
Leider gingen diese 3 Tage viel zu schnell vorbei und am Freitag ging die Fahrt zurück nach Antalya,  mit einem Zwischenstop zum Besuch der Karawanserei Sultanhani und gegen Abend bezogen wir unser Hotel in Antalya, wo wir die letzten zwei Nächte zubringen sollten.
 
Am Abend ging zu einer Aufführung in das Theater von Aspendos . Es fing alles ganz gut an, aber plötzlich bekam ich wieder diesen vakuumähnlichen Zustand wie in Kappadokien und dachte ich würde jeden Moment kopfüber in die Menschen unter mir stürzen. Auf allen vieren kroch ich ganz nach oben in den Gang und setzte mich dort an eine Fensteröffnung. Als es mir besser ging, begann ich langsam seitlich den Abstieg und begab mich zum Bus. Schade um diese schöne Aufführung!
 
Der Besuch der Ausgrabungsstätte Perge und des Naturschutzgebietes mit dem Wasserfall Kursunlu halfen mir die zwei letzten Tage zu überstehen, denn Antalya war nun wirklich nicht mein Traum.
 
Rückblickend habe ich allerdings nur noch die schönen Momente in Erinnerung und bin froh, dass alles so glimpflich abgelaufen ist.
 
Kappadokien ist eine so bizarre und interessante Gegend und ich hätte mir gewünscht, dort noch einige Tage zu verbringen. Auf die Zeit in Antalya hätte ich gerne verzichtet - ausgenommen natürlich Perge und Kursunlu.
 
Weitere  Höhepunkte dieser Rundreise:
 
Zelve und unterirdische Stadt
Uchisar und Volkskundemuseum
 
Hier einige Fotos von der bizarren Landschaft Kappadokiens:
 
     
             
     
             
     
             
     
             
 
 

Hier noch einen Flashfilm über Kappadokien, den ich freundlicherweise durch die Vermittlung von Eva zur Verfügung gestellt bekommen habe.

 

 

Fazit:

Kappadokien ist auf jeden Fall eine Reise wert. Wer die Landschaft wirklich genießen will, sollte sich allerdings Zeit nehmen und die Gegend erwandern. Nur so erfährt man den Wechsel der Farben vom gleißenden Weiß der Mittagssonne über das Wachsen der dunklen Schatten-Löcher bis zu den Orange- und Blautönen der tiefstehenden Sonne.

Und zum Schluß noch ein Dankeschön an unseren Reiseleiter Cuneyt, der sehr viel Geduld mit mir haben musste. Wenn ich Schmerzen habe, quassel ich noch mehr wie sonst, damit ich mich ablenke und nicht immer an meine Wehwehchen denke. Aber alles in allem waren wir eine tolle Reisegruppe. Während der ganzen Tage gab es nicht einmal Gezänk oder Gestänker - im Gegenteil, wir hatten sehr viel Spass zusammen und haben viel gelacht.

 
             
 
 

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