Mastichochória – der Süden der Insel Chios

 

Die Mastichochória

Hier sind die höchsten Gipfel nur 250-525 m hoch, dazwischen erstrecken sich fruchtbare Täler, in denen auch Oliven, Getreide, Melonen und Gemüse gedeihen; hauptsächlich aber die Mastixpflanzungen.

Die Sicherstellung des wertvollen Monopols für den Mastix und die Notwendigkeit, diese Dörfer vor Piratenangriffen zu schützen, führte zum Bau von stark befestigten Siedlungen, die ausschließlich auf die Genueser zurückzuführen sind.

Diese Dörfer, die in der Regel in kleinen Tälern weit vom Meer liegen, sind gekennzeichnet durch ein dichtes Bebauungsnetz und durch eine vierseitige Verteidigungsmauer, die durch die Fassaden der Randhäuser der Siedlung entstand.

Im Dorfzentrum befand sich oft innerhalb einer Ringmauer mit vier kleinen Ecktürmen der Verteidigungsturm, der größte Bau des Dorfes, der im Falle einer feindlichen Besetzung als Zufluchtsort diente. Diese Verteidigungstürme sind heute allerdings der Platia und der Kirche zum Opfer gefallen.

Was die Häuser der mittelalterlichen Dörfer anbetrifft, so bestehen diese in der Regel aus dem Erdgeschoß und einem Stockwerk, die durch eine Innentreppe miteinander verbunden sind. Im Erdgeschoß wurden Hilfsräume eingerichtet, aber auch Ställe, während sich im Obergeschoß die Wohnräume befinden.

Dort ist auch das Atrium, das die Zugänge erleichtert, Lüftung und Beleuchtung schenkt aber auch den direkten Zugang zur Dachterrasse gewährleist. Die Dachterrassen haben alle die gleiche Ebene und gaben diesen Siedlungen die einmalige Eigenschaft der freien Bewegung der Bewohner auf der gesamten Fläche des  Dorfes im Falle einer Invasion.

Die schmalen, gekrümmten Gassen münden auf die Platia. Die Gassen sind oft mit Wohnräumen überbaut, so daß sich lange dunkle Passagen ergeben.

Aus Zeitmangel und weil ich mir für den jeweiligen Ort genug Zeit lassen wollte, habe ich mich für den Besuch von nur 3 Mastixdörfer entschieden, Mesta, Pyrgi, und Vessa.

 

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