Insel Patmos   

   
         
    Patmos ist eine zerklüftete Vulkaninsel, mit braunen Lavabrocken und gelbverdorrtem Dornengestrüpp - aber auch mit einer großartigen Landschaft und schönen Badebuchten. Ideal für Wanderungen und Badurlaub, mit malerischen Dörfern im Kykladenstil und schmalen Gäßchen.

 

   
    Skala, der Inselhafen liegt in einer schmalen Bucht, die leuchtend weißen Häuser ziehen sich den Hang hinauf bis zur Bergkuppe. Chora, die Altstadt von Skala liegt ca. 260 m hoch in den Bergen. Man kann mit dem Bus ab Hafen hinauf fahren - oder noch schöner ist es hinauf zu laufen ( ca. 1/2 Std. wenn man die Abkürzungen benutzt).

 

   
    Auf halber Höhe zwischen Skala und Chora liegt das weiträumige, im 17. Jh. gebaute und spöter festungsartig ausgebaute Kloster der Apokalypse. Hier gibt es auch die Höhle, in die der Apostel Johannes verbannt worden sein soll und hier seinem Lieblingsjünger Prochoros das Johannes -Evangelium diktiert hat.

 

   
    Hauptsehenswürdigkeit in der Chora ist das Johanneskloster und absolut sehenswert. Es überragt wie eine Festung die Altstadt, mit wunderwollen alten Fresken und einer großen geschnitzten Ikonenwand in der Klosterkirche.    
         
   
 

   
         
    Geschichte:

Das Patmos Kloster beherrscht nicht nur optisch die Insel, es dürfte zugleich der gewaltigste klerikale Festungsbau der Ägäis sein. 1088 nach Chr. schenkte der Kaiser Alexios Komnenos dem Abt Christodoulos die damals unbewohnte und dornige Insel Patmos, - verbunden allerdings mit der Verpflichtung, hier ein Kloster zu bauen.

Die Schenkungsurkunde, ein ca. 7 m langes Papier zur Rolle aufgewickelt, befindet sich im Klosterarchiv. Die Bauarbeiten auf der Bergspitze oberhalb der geschützten Hafenbucht erwiesen sich als sehr schwierig. Die Fachleute und Bauarbeiter, die aus Konstantinopel zur Verfügung gestellt worden waren, hatten wenig Lust, dauerhaft hier zu bauen, da zunächst Frauenverbot herrschte. In späteren Jahren musste daher dieses Verbot aufgehoben werden, um die Arbeiter "bei Laune" zu halten.

Da die Gewässer in den Inseln vor der Türkischen Küste äußerst durch Piraten gefährdet waren, entschloss man sich von Anbeginn zu massiven, dicken Festungsmauern. Zunächst wurden die Schutzmauern errichtet, das Klosterbauwerk kam später. Höhe der Mauern 15 - 20 m, Grundriss beachtliche 70 x 53 m.

Ende 12. / Anf. 13. Jhd. lebten im Kloster bereits 150 Mönche. Ab Beginn des 16. Jhds. Bau der ersten Herrenhäuser um die Festung. Z.Zt. des Krieges zwischen Venezianern und Türken (1645-1669) diente die Hafenbucht unterhalb der Festung als Flottenstützpunkt für die Venezianer - und ab 1669 die Festung als Aufnahmelager für Flüchtlinge aus Kreta, welches unter starkem türkischen Beschuss lag. Je weiter sich die Türken auf Kreta ausbreiten, desto mehr Kreter flüchten u.a. nach Patmos und errichten unterhalb der Festung die heutige, extrem verwinkelte Altstadt.

Besondere Bedeutung erlangte das Johannes Kloster ab 1713, als hier der Mönch Makários Kalogéras die berühmte Patmos-Schule einrichtete: innerhalb eines 7-jährigen Studiums der Sprachen (Latein, Griechisch) aber auch Theologie, Kirchenmusik und Rhetorik konnte man ein Diplom erlangen. Die Qualität des Unterrichtsprogrammes und seiner Lehrer war so hoch, dass sie bald den Ruf als eine der besten Schulen des Nahen Orients genoss. Viele berühmte Gelehrte, aber auch Kirchenführer gingen aus ihr hervor; die Schule bestand bis 1856

   

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