Gliki, Souli und Lia

   

Ich entschloss mich dann am nächsten Tag zu einer Alleintour und fuhr erst einmal einfach aufs Geratewohl ins Landesinnere Richtung Gliki am Acheron.

Der Acheron ist einer der beliebtesten Flüsse Griechenlands! Ein sowohl hinsichtlich des Wildwassers als auch hinsichtlich der landschaftlichen Schönheit fantastischer Fluss mit zumeist glasklarem, blaugrünem Wasser und weißem Kalkgestein. Fast vollständig verläuft der Acheron in einer tiefen, eindrucksvollen, völlig einsamen und teilweise auch klammartig verengten Schlucht.

Nach der griechischen Sage handelt es sich bei dem Acheron um den "Fluss der Toten", einen die Unterwelt durchströmender Fluss.  In der griechischen Mythologie ist er einer der fünf Flüsse der Unterwelt, in den die anderen – Styx, Kokytos, Phlegethon und Letze – einmünden.

Er gilt – neben Styx – als Totenfluss, auf dem Charon mit seiner Fähre die toten Seelen in den Hades gebracht hat.

Man weiß ja nie was an der Sage wahr ist!

 

 
 
   
 
   

 

 

Etwas außerhalb von Gliki ging rechts die Strasse in die Gebirgsregion Souli ab. Die ganze Serpentinenfahrt hinauf habe ich gebibbert, dass mir ein Auto entgegenkommen und mich in den Abgrund schieben könnte. Endlich oben angekommen wurde ich für die Anspannung reich belohnt. Die Aussicht war phantastisch! In dem letzten Dorf – Souli – war auch eine kleine Kirche und davor Gedenktafeln für die Frauen von Souli.

 

 
 
     
             
     
 
     
 

 

Die Frauen sprangen tanzend von dem Felsen bei Zalongo in den Tod, um der Gefangenschaft durch Ali Pascha zu entgehen. Jedes Jahr im Mai findet ihnen zu Ehren ein Fest hier oben bei der kleinen Kirche statt.

 

 

Da ich nicht den gleichen Weg zurück wollte, entschloss ich mich in die andere Richtung fahren. Die Wirtin in der einzigen Taverne an der Weggabelung fuchtelte stark mit ihren Armen und ich dachte sie winke mir – ich also fröhlich zurück gewunken und weitergefahren.

Die Strasse war geteert und gut zu befahren, aber plötzlich hörte sie in einem ausgetrockneten Bachbett auf. Ich orientierte mich kurz – hatte ja solche Wege schon einige Male erlebt – und sah dann auf der anderen Seite am Felsen entlang eine Schotterpiste bergauf und fuhr darauf dann weiter. Die Piste wurde aber immer enger und da bekam ich denn doch Bedenken. Umdrehen konnte ich nicht mehr, also musste ich den Weg im Rückwärtsgang bezwingen.

Das waren die längsten Minuten in meinem Leben und ich habe Blut und Wasser geschwitzt, denn ich hätte jeden Moment abrutschen können.

Im Bachbett angekommen musste ich mich erst einmal erholen, denn meine Knie zitterten gar mächtig – da war sie wieder die Katastrophen-Marlene 1. Teil

 

 

 
 

 

Lia - Heimatort von Eleni

Es kamen neue Mieter im Zimmer neben mir und mit Hildegard und Walter konnte ich dann endlich meine geplante Fahrt nach Lia, dem Geburtsort von Eleni machen. Ich habe das  Buch Eleni mindestens fünfmal gelesen und wenn ich schon in dem Gebiet bin, so wollte ich mir auch den Ort ansehen (unter Meine Hobbys -> Griech. Literatur und Musik -> unter Bücher ist eine Kurzfassung über das Buch Eleni. Beziehen kann man es bei http:www.amazon.de )

Wir waren alle drei total begeistert von der Landschaft und der Lage des Ortes. Wir haben sogar „fast“ auf Anhieb das Haus von Eleni gefunden, waren nur irritiert, dass im Reiseführer von einer Ruine gesprochen wurde und wir standen vor einen Neubau. Aber der Beschreibung nach musste es das Haus sein:

 

 
 
     
             
     
 
     
 

 

Als wir dann im Hotel Lias Inn Rast machten und uns was zum Essen bestellten, wurde uns vom Wirt bestätigt, dass wir schon am richtigen Haus waren. Elenis Sohn Nicolas hat das Haus wieder in seiner ursprünglichen Form aufbauen lassen und es soll künftig ein Museum daraus werden.

 

 
 
 

 
 
     
 

 

Die Gegend hat mir sehr gut gefallen und hier war ich bestimmt nicht zum letzten Mal !

 

 

 
     
 

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