Attika                                                                  

 

 

 

Athen

Ach ja, wenn ich da noch an meine erste Berührung mit Athen denke, wo ich sofort wieder abhauen wollte! Wie hat sich meine Einstellung da geändert!

In den folgenden Jahren bin ich eigentlich immer nur Stuttgart-Athen-Stuttgart geflogen und von Athen aus habe ich dann meine jeweiligen Ziele angesteuert, nicht ohne vorher 2-3 Tage in Athen zu verbringen. Die meiste Zeit verbrachte ich allerdings davon in der Plaka und Umgebung.

Die Plaka, weltberühmtes Altstadtviertel, in dem sich die Touristen auf die Zehen treten - handtuchenge Gassen und Treppen, zahllose Läden und Lädchen, vollbesetzte Tavernen unter Weinranken, Bouzouki-Romantik, gleich nebenan der große Flohmarkt. Und über allem die allabendlich bunt bestrahlte Akropolis, das z. Zt. prominenteste Opfer der Umweltverschmutzung - seit Jahren ein einziges Gerüst.

In einer Jahrhundertrestauration soll gerettet werden, was zu retten ist.

Die Plaka, das ist Leben pur! Schwitzende Souvlakiköche im beißenden Dampf ihrer Holzkohlegrills, Pistazien knabbernder Pope mit schlohweißem Haarzopf, keifende Marktfrauen und sich überschreiende Obstverkäufer. Dazwischen immer wieder fliegende Händler, die alles was beweglich ist verhökern und aus allen Ecken tönen Bouzoukiklänge.

Wer genug von der Touristenmeile hat, in den obersten Gassen, kurz unter dem Steilhang zur Akropolis, findet man die Plaka, wie sie mal war: winzige Gäßchen und niedrige pastellfarbene Häuschen mit offenen Türen. Wie ein griechisches Dorf, hier wird noch gewohnt und der Trubel dringt nur leise herauf. Die Idylle wäre übrigens schon längst dem Kommerz zum Opfer gefallen, wenn die griechische Regierung den Eigentümern nicht verboten hätte, ihre Grundstücke zu verkaufen. Darunter werden nämlich noch Teile der antiken Stadt vermutet, die irgendwann einmal ausgegraben werden sollen.

Noch ein Tip: frühmorgens durch die stille Plaka schlendern, wenn die Läden noch ihre schweren rostigen Blechläden heruntergelassen haben und kaum Touristen unterwegs sind !

Wie sehr liebe ich diese Atmosphäre !!!!!!!!!

 

 

Athen - Impressionen

 

Gewohnt habe ich immer in Glyfada, da hatte ich das Meer gleich vor Augen und konnte andererseits mit dem Bus ganz schnell in die Plaka  und zum Flughafen fahren. 

Einmal verbrachte ich 2 Wochen in Glyfada, diese waren allerdings die ausgefülltesten. Ich machte viele Tagesfahrten z.B. zu den Inseln Ägina und Hydra, zum Orakel von Delphi, sowie zum Kap Sounion.

  Kap Sounion

Der Poseidon-Tempel stand schon lange auf meiner Wunschliste und diesen musste ich mir unbedingt ansehen, denn der Parthenon auf der Akropolis – der Aphaia-Tempel auf Ägina und der Poseidon-Tempel von Kap Sounion bilden das berühmte Dreieck des Pythagoras.

Ich stellte mich also an die Haltestelle und wartete auf den Bus. Es kamen sehr viele, aber nach einer Stunde immer noch kein Bus nach Sounion. Da sprach mich ein älterer Grieche an und fragte, wohin ich denn wolle und nach meiner Antwort hakte er mich unter und führte mich über die Kreuzung an eine andere Haltestelle und sagte hier geht’s nach Sounion.

Wenn der Gute nicht gewesen wäre, stünde ich wahrscheinlich heute noch an der Haltestelle ;-)))

Die Fahrt in dem überfüllten Bus war nicht sehr erbaulich, aber irgendwann kam ich an einen schönen Fensterplatz und konnte die Fahrt so richtig genießen.

Am Kap angekommen, musste ich erst eine Erfrischung zu mir nehmen, bevor ich den Tempel besichtigte. Es war nur schade, dass ich den Bus schon um 18 Uhr – außerhalb der Saison fahren die später nicht mehr – zurück nehmen musste. Ich hätte so gerne den berühmten Sonnenuntergang am Tempel erlebt, aber man kann eben nicht alles haben.

 

 

Kap Sounion, eine natürliche Akropolis an der südöstlichen Grenze Attikas, ist ein beeindruckendes Ausflugsziel, auch für Touristen, die wenig oder kein Interessen an antiken Ruinen haben. Der Ort, an dem sich sie spektakulären Überreste des Tempels des Poseidon befinden, bietet einen atemberaubenden Panoramablick.

Der antike attische Bezirk Sounion war um ein protohistorisches religiöses Heiligtum entstanden, das dem Kult des Meergottes diente.

Umgeben von mit Türmen besetzten Mauern, die zwischen dem Ende des 5. und Mitte des 3. Jhd. v. Chr. mehrmals modifiziert wurden, war Sounion nur durch ein Tor im Nordwesten zugänglich und wurde außerdem von einer Bastion an der Ostseite der natürlichen Akropolis bewacht.

Der Tempel des Poseidon befand sich an der höchsten Stelle, innerhalb des heiligen Bereiches.

 

 
 

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