|
Das Denkmal stellt den
Reigentanz (Kalamatianos) der Frauen von Souli dar, die 1803 von da oben in
den Tod gesprungen sind.
Die
Geschichte von Ali Pascha und der Heldentod der Frauen - in der an Märtyrern
reichen Geschichte vierhundertjähriger Unterdrückung durch die Türken ist
sie etwas Besonderes. Der blutrünstige Despot von Ioannina hatte jahrelang
gegen die freiheitsliebenden Soulioten in deren unzugänglichen Bergen
gekämpft, bis er sie 1803 durch einen heimtückischen Verrat vernichtete. Da
die Soulioten in den zerklüfteten Bergen ihm lange Jahre Widerstand entgegen
setzten, versprach er ihnen gutes Land in der Gegend von Parga und freien
Abzug, wenn sie sich ergeben würden. Zermürbt durch den jahrelangen Kampf
willigten die Soulioten ein und zogen ins Tal.
Aber als sie ihre schützenden Berge
verlassen hatten, fielen die Soldaten Ali Paschas über sie her und töten
alle die sich widersetzten und nahmen die anderen gefangen. Eine
Gruppe Frauen flüchtete bis nach Zalongo. Als sie keinen Ausweg mehr sahen -
vor sich die Schlucht und hinter sich die Soldaten Ali Paschas - gab es für
sie nur einen Ausweg: Gefangenschaft oder der Sprung in den Tod.
Sie formierten sich zum Reigentanz.
Dann sprangen sie eine nach der anderen, mit ihren Kindern im Arm, in den
Tod. Noch heute singt man im Epirus im Gedenken an die Frauen von Souli das
Lied: Leb wohl, traurige Welt!
Ali Pascha löschte Souli aus, doch im
Gedächtnis der Griechen ist es unauslöschlich.

Unter einer Platane machten wir Rast, ich konnte mich da an einem
Brunnen erfrischen und wir haben dann auch gleich eine Kaffeepause
eingelegt.
|