Agios Georgios mit Flußwaschmaschine     

  Ich hatte im Internet von der „Flusswaschmaschine“ in Ag.Georgios gelesen und diese wollten wir uns ansehen gehen. Also fuhren wir Richtung Arta, dann Richtung Ioannina und siehe da, wir haben das Bergdorf Agios Georgios dann schliesslich auch gefunden. Ein paradiesisches Fleckchen.

 

 
 

 
   

Gleich nach der Einfahrt rechter Hand die Überreste eines römischen Äquaduktes,

 

 
 
 

 
 
   

über eine Brücke und  dann ging es geradeaus weiter zu einer zweiten Brücke und oben vor dem Friedhof parkten wir unter der schattigen Platane und gingen zu Fuß zur Flusswaschmaschine, die nun allerdings keine Flusswaschmaschine mehr war. Früher wurden die Flokati in Fässern in der alten Anlage gewaschen - heute haben sie moderne Edelstahl-Bottiche mit Düsen und allem technischen Schnickschnack. Ist aber trotzdem sehr interessant (vor allem die Preise, so kostet z. B. 1 Flokati = 1 EURO !!! ).  

 

 
 
     
 
   

Auf der gegenüberliegenden Seite entdeckten wir einen wunderschön gelegenen Grillplatz

 

 
 

   

 
   

Wir kamen aber nicht sehr weit, ein Verkehrsstau und es ging und ging nicht vorwärts. Zwischenzeitlich war es richtig heiß geworden und unser Wasser war wieder aus. Wir wollten weg von dem Stau und dachten wenn wir rechts abbiegen, kommen wir schon irgendwann wieder  in die richtige Richtung. Aber das war falsch gedacht und wir drehten also wieder um und der Stau hatte sie zwischenzeitlich aufgelöst.

 

 

Erst nach einem Wenden, haben wir die Abfahrt zum Denkmal von Zalongo dann gefunden. Dabei war es von der Strasse weithin sichtbar  -  aber schlecht beschildert.

 

 
 

 

 
   

Das Denkmal stellt den Reigentanz (Kalamatianos) der Frauen von Souli dar, die 1803 von da oben in den Tod gesprungen sind.

Die Geschichte von Ali Pascha und der Heldentod der Frauen - in der an Märtyrern reichen Geschichte vierhundertjähriger Unterdrückung durch die Türken ist sie etwas Besonderes. Der blutrünstige Despot von Ioannina hatte jahrelang gegen die freiheitsliebenden Soulioten in deren unzugänglichen Bergen gekämpft, bis er sie 1803 durch einen heimtückischen Verrat vernichtete. Da die Soulioten in den zerklüfteten Bergen ihm lange Jahre Widerstand entgegen setzten, versprach er ihnen gutes Land in der Gegend von Parga und freien Abzug, wenn sie sich ergeben würden. Zermürbt durch den jahrelangen Kampf willigten die Soulioten ein und zogen ins Tal.

Aber als sie ihre schützenden Berge verlassen hatten, fielen die Soldaten Ali Paschas über sie her und töten alle die sich widersetzten und nahmen die anderen gefangen.  Eine Gruppe Frauen flüchtete bis nach Zalongo. Als sie keinen Ausweg mehr sahen - vor sich die Schlucht und hinter sich die Soldaten Ali Paschas - gab es für sie nur einen Ausweg: Gefangenschaft oder der Sprung in den Tod.

Sie formierten sich zum Reigentanz. Dann sprangen sie eine nach der anderen, mit ihren Kindern im Arm, in den Tod. Noch heute singt man im Epirus im Gedenken an die Frauen von Souli das Lied: Leb wohl, traurige Welt!

Ali Pascha löschte Souli aus, doch im Gedächtnis der Griechen ist es unauslöschlich.

 

 

 

Unter einer Platane machten wir Rast, ich konnte mich da an einem Brunnen erfrischen und wir haben dann auch gleich eine Kaffeepause eingelegt.

 

 
 

     

 
   

Durch das abwechslungsreiche Innenland fuhren wir dann wieder Richtung Plataria . Ein schöner, abwechslungsreicher Tag ging wieder zu Ende!

 

 
     
 

 

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