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Kurzreise vom
25. 5. - 31.5.1999

25.5.
Abfahrt in
Stuttgart um 7,32 – Ankunft in Hamburg 13,36.
Unser Hotel
lag in Bahnhofsnähe und unser Zimmer im 1. Stock. Ganz nett, sauber und
ordentlich, das Bad gleich nebenan und die Toilette 2 Türen weiter – also
keine langen Wege ;-))) Der Blick aus dem Fenster war allerdings nicht
berauschend, aber da wir tagsüber ja sowieso meistens unterwegs sein werden,
ist das zweitrangig.
Nach dem
Koffer auspacken machten wir uns gleich auf Erkundigungsgang. Erster
Spaziergang an die Alster, die ja gleich um die Ecke war, zum Jungfernstieg
und dann weiter durch die Alsterarkaden zum Rathaus.
Quer durch
das Häusergewirr runter zum Hafen bis zum Fischmarkt. Dann rein nach St.
Pauli – Reeperbahn, vorbei an der Davidswache zum „Michel“ – wieder runter
zum Hafen, vorbei an der Speicherstadt und da merkten wir, dass wir Hunger
hatten und haben diesen im Westminster gestillt. Weiter ging es an der
Speicherstadt vorbei, dann links rein in die Gasse und ehe wir es uns
versahen standen wir vor dem „Chielehaus“ und gleich nebenan der
„Sprinklerhof“. Phantastische, imponierende Bauten.
Dann ging es
Richtung Bahnhof und schon waren wir wieder im Hotel. Total erschöpft mit
brennenden Fußsohlen aber total happy.

26.5.
7,30 Uhr
Frühstück. Das Buffet war einfach toll, alles da was das Herz begehrte. Das
versprach ja schon mal immer einen guten Tagesanfang . Anschließend gingen
wir zum Bahnhof und holten uns die Hamburg-Card (21,--/Person) – freie Fahrt
mit den öffentl. Verkehrsmitteln – Ermäßigungen bei den Rundfahrten.
10 Uhr
machten wir die Alsterrundfahrt. Es war wundervoll die schönen, alten Bauten
eingebettet in traumhaft schöne Landschaft.
Anschließend
wieder durch die Altstadt runter zu den St.Pauli Landungsbrücken und die
Karte für die große Hafenrundfahrt gekauft. Als ich die Hamburg-Card zeigte,
fragte Traudl, ob wir auch für den Rentnerpass Ermäßigung bekämen – worauf
der Verkäufer lachend meinte: „ Ihr wollt wohl noch Geld von mir!?“ Die
Fahrt durch den Hafen dauerte eine Stunde und war wirklich sehenswert.
Duschen und
Entspannung war angesagt, dann haben wir uns angezogen und auf ging es per
S-Bahn Richtung Altona zur Neuen Flora. Unweit davon gingen wir in ein ital.
Restaurant und aßen Seezunge in Weißweinsouce mit Bratkartoffeln.
Dann zurück
zur Neuen Flora ca. 19,15 Uhr – die Neue Flora gefällt mir nicht, ist viel
zu kahl, da ist unser Musicalzentrum einfach toller! Ich habe mir eine
Silberbrosche mit der Phantommaske gekauft und um 20 Uhr begann die
Vorstellung und wir hatten unseren Platz in der 1. Reihe.

Tolle
Aufführung !!!!!! Wir waren begeistert und ich hätte das Musical gleich
nochmals sehen können. Vor allen Dingen der Sänger des Phantoms hatte eine
Wahnsinns-Stimme – ich war hin und weg. Auf der ganzen Rückfahrt zum Hotel
(24 Uhr im Hotel angekommen) waren wir noch mit dem Musical beschäftigt und
auch im Hotel haben wir uns noch lange darüber unterhalten.

27.5.
Frühstück um
8 Uhr und dann starteten wir unsere Elbwanderung. Quer durch die Altstadt
bis zur Speicherstadt, dann am Kai entlang bis zum Fischmarkt, rauf auf die
Elbchaussee. Wir kamen am Altonaer Fischereihafen und Fischmarkt vorbei, wo
sich Kühlhalle an Kühlhalle reihte, schier endlos.
Wieder rauf
auf die Elbchaussee und vorbei am Museumshafen nach Övelgönne. Es war schon
beeindruckend die schönen, aber winzigen Vorgärten bei den Kapitänshäuschen.
Durchwegs mit schönen Blumenschmuck .

Weiter ging
es durch den Hindenburgparkt, schön im Schatten und immer der Elbe entlang.
In Teufelsbrück machten wir Pause zur Erfrischung.
Schon leicht
angeschlagen – es war zwischenzeitlich ganz schön warm (ca. 30 °) geworden
- setzten wir unseren Weg fort. Wir wollten es unbedingt bis Schulenau zum
Willkommhöft schaffen.
Blankenese –
also wirklich, hier wohnen die Reichen vom Hamburg. Eine Villa schöner als
die andere! Ich fragte einen Autofahrer, wie weit es noch bis Schulenau sei
und er meinte noch ca. 8 km und durch ziemliche Einöde. Wir hatten
zwischenzeitlich aber die Nase voll und Traudl hatte 2 „Riesenblasen“ an den
Füssen.
Also erst
mal ein Stück zurück nach Blankenese und in ein Cafe. Wir stärkten uns mit
Apfelküchlein mit Eis und Cappuccino. Während wir es uns gut gehen ließen,
beschlossen wir die letzten 8 km mit dem Bus zu machen und siehe da, wir
hatten Glück, es kam auch gleich einer der uns mitnahm nach Blankenese zum
Bahnhof und von dort nahmen wir die S-Bahn nach Wedel, dann wieder mit dem
Bus bis zur Elbstrasse. Beim Aussteigen meinte ein junges Mädchen: „rechts
die Strasse runter , immer geradeaus geht es nach Schulenau“.
Beim
Willkommhöft setzten wir uns auf die Terrasse und bestellten uns Pannfisch
mit Bratkartoffeln und Eissalat.
Also es war
schon sehr interessant. Jedes ein- und auslaufende Schiff wurde in seiner
eigenen Sprache und in deutsch begrüßt oder verabschiedet. Außerdem wurde
immer erläutert unter welcher Flagge das Schiff fährt, was es geladen hat,
welches Baujahr und wo es hin fährt. Immer nach der Begrüßung wurden die
Nationalhymne des Landes unter welcher Flagge das Schiff fuhr und die
Nationallhymne Deutschlands gespielt.
Jedes
Schiff, das den Hafen verließ, wurde ebenfalls mit „Flaggendippen“ und der
Nationalhymne verabschiedet und dann das Ständchen „ Auf Wiedersehn, auf
Wiedersehn....“
19,30
machten wir uns auf den Rückweg mit dem Bus zum Bahnhof Wedel und von dort
mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof. Ziemlich geschafft kamen wir im Hotel an,
duschten und versorgten unsere lädierten Füße.

28.5.
7,00 Uhr
Frühstück. Heute wollten wir einen ruhigen Tag einlegen, damit sich unsere
Füße erholen.
Um 8,30 Uhr
fuhren wir mit der S-Bahn zu Hagenbeck und machten uns auf den Rundweg. Ein
sehr liebevoll angelegter Tierpark , mit blühenden Blumenrabatten, Wiesen
und Teiche. Sogar einen Abschnitt im asiatischern Stil mit Pagoden gab es.
Die Raubkatzen waren sehr imposant, aber ein wenig träge, da es
zwischenzeitlich wieder sehr warm geworden war.
Um 11,30 Uhr
aßen wir eine Kleinigkeit und dann sahen wir bei der Robben- und
See-Elefantenfütterung zu.
Sehr
interessant angelegt waren die Gebiete für die Meerschweinchen und
Kaninchen. Richtige Häuser waren da in Miniaturgröße nachgebaut, ebenso
Kindergarten, Kirche und Gasthäuser.... sehr schön!
Auf der
Rückfahrt stiegen wir bereits am Gänsemarkt aus und besichtigten die
berühmte Gänsemarkt-Passage. Und dann gingen wir wieder runter zum Hafen.
Dieser hatte eine besondere Anziehungskraft auf uns.
Plötzlich
verdunkelte sich der Himmel und ein Platzregen ging runter, sodass wir kurz
entschlossen in einer griechischen Taverne einkehrten und dort einen
Mixteller und Tzatziki bestellten.
Als der
Regen aufgehört hatte spazierten wir durch die Gassen bis zur Binnenalster
und dann weiter zu unserem Hotel. Wir waren rechtschaffen müde.

29.5.
Frühstück
von 7,30 – 9,00 Uhr. Heute führte unser Weg runter zum Jungfernstieg und wir
kauften uns ein Ticket für die Kanalfahrt (19,--). Der Anfang war uns ja
bekannt von der Alster-Rundfahrt – aber unsere „Alster-Schifferin“ war
einfach eine Wucht!
Begrüßung:
„Die Fahrt dauert 2 Std. aber keiner muss mit hochrotem Kopf auf seinen
Platz sitzen bleiben. Wir haben an Bord die kleinste Universität der Welt!
Als Schietkerl geht man rein und als „Geleerter“ kommt man wieder raus!“
Guter Spruch!
Dann ging es
beim Uhlenhorster Fährhaus in den „Langer Zug“ und „Osterbekkanal“ , am
Ufer anfangs schöne Villen und dann Kontor- und Speicherhäuser – dann über
einen Splitkanal quer rüber zum „Goldbekkanal“ mit Abstecher in den
Stadtparksee. Die Villen – darunter auch das Buddenbrock-Haus – können nur
vom See aus gesehen werden. Es führen keine Wege an den See – alles
Privatgrundstücke!
Durch
seichtes Wasser fuhren wir vorsichtig an „Alsterfarmen“ vorüber in den
„Rondellkanal“, unter der Fernsichtbrücke am rechten Ufer der Außenalster
wieder Richtung Jungfernstieg.
Auf der
Terrasse des Alsterpavillion tranken wir einen Eiskaffee und ließen die
Fahrt ausklingen und beschlossen, anschließend in den Park „Planten und
Blomen“ zu gehen- Blumenrabatten, Rosengärten und Wasserspiele lösten sich
ab. Bei den Kaskaden setzten wir uns hin und konnten Bungy-Springer vom
„Telemichel“ bewundern.
Weiter
gingen wir dann am Fernsehturm vorbei und durch ein Gewirr von alten
Fabrikanlagen, rechts ab zum Spielbudenplatz ins Panoptikum.
An der
Davidswache links ab die 2. Querstrasse rechts war die „Herbertstrasse“.
Traudl wollte hinter den Bretterverschlag schauen und wurde prompt mit
Wasser begossen! Also nichts mit Herbertstrasse. Zurück zur Reeperbahn bis
zum Ende und rechts rein zur „Großen Freiheit Nr. 7“ mit dem Hypodrom.
Leider waren die Lokalitäten zu diesem Zeitpunkt noch geschlossen. Hier
fängt das Leben erst nachts an!
Also wieder
Richtung St-Pauli-Landungsbrücken. Im Fischerhaus aßen wir Maischolle mit
Speckwürfel und Kartoffelsalat (wir hatten uns vorgenommen in Hamburg nur
Fisch zu essen *lach)-
Müde,
ausgepumpt und vollgefr….. schleppten wir uns zu den
St-Pauli-Landungsbrücken und genossen das rege Treiben. Anschließend machten
wir uns auf den Weg zum Hotel.

30.5.
7,30 Uhr
Frühstück und anschließend auf den Fischmarkt. Riesiger Trödelmarkt mit
einigen Highlights „Aal- und Obstverkauf“ Ansonsten viel Trödel. Um 10 Uhr
haben wir unsere Einkäufe ins Hotel gebracht und nochmals Kaffee getrunken.
Anschließend
spazierten wir quer durch die Altstadt zur Speicherstadt. Sehr interessante
Bauweise auf Eichenpfählen im Hafen verankert.
Wir
besuchten das Speichermuseum und dann gingen wir wieder am Baumwall vorbei
zu den St-Pauli-Landungsbrücken. Dieser Platz zieht uns einfach magisch
hin...;-)))
Auf dem
Feuerschiff fand ein Jazzkonzert statt und wir genossen dieses von unserer
Bank aus. Anschließend gingen wir weiter bis zum „Schuppen20“ und aßen
Pannfisch mit Bratkartoffeln und Senfsoße.
Zurück ins
Hotel - Koffer gepackt – Rechnung im Hotel bezahlt .
Ca. 19 Uhr
machten wir dann noch einen Spaziergang zum Rathaus –Alsterpavillon und ein
letzter Spaziergang zur Außenalster und von da aus wieder zu unserem Hotel.

31.5.
7,30 Uhr
Frühstück. Dieses Frühstück haben wir nochmals richtig genossen. Unser Zug
fuhr um 9,32 in Hamburg ab und „Hamburg weinte“ – sodass uns der Abschied
nicht gar zu schwer fiel. Wir hatten alles gesehen, was wir sehen wollten
und hatten wundervolle Tage in Hamburg und haben so einige Kilometer täglich
zurück gelegt.


Ich bin total begeistert, so schön habe ich mir Hamburg nicht vorgestellt!

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