Assuan

 

Diese liebenswerte Stadt in Oberägypten hat schon zur Pharaonenzeit eine wichtige Rolle gespielt. Sie war das Tor zum Inneren Afrikas und die Marmorsteinbrüche um die Stadt lieferten den Pharaonen rosenfarbenen und grauen Granit für ihre Bauten und Standbilder. Heute ist Assuan wegen seines trockenen Klimas und der klaren Luft ein beliebter Kurort.

 

 
 

Sehenswürdigkeiten:

Die Kitchener Insel mitten im Nil, ein Gartenparadies mit allen möglichen botanischen Raritäten. Die Insel gehörte einst Lord Kitchener, weshalb die Bezeichnung "Kitchener Island" immer noch üblich ist. Die Insel ist heute in Staatsbesitz.

Vom Nilufer aus hat man einen guten Blick über den Nil auf die Begum-Villa und darüber das Mausoleum des Aga Khan. Von der Anlegestelle am Westufer des Nils führt ein Weg an der Villa vorbei zum Wüstenplateau und dem Grabmal des Imam. Eine Freitreppe  aus Assuangranit führt in die überkuppelte Grabstätte. Dort steht der aus weißem Marmor gearbeitete Sarkophag. Diese Begräbnisstätte hat er selbst ausgewählt - er hielt den Ort für den schönsten der Welt. Nach Wunsch des Grabherrn wird täglich eine frische rote Rose auf den Sarkophag gestellt.

Philae-Tempel auf der Insel Agilkia

Nicht zu Unrecht hieß die Insel einst "Perle Ägyptens". Es war eine von Palmenhainen bestandene und mit prächtigen Heiligtümern bebaute grüne Oase vor den gelben Wüstenbergen. Seit der Fertigstellung des alten Assuandamms (1902) wurden die Bauten von Philae nur knapp drei Monate lange sichtbar; während der Nilflut, wenn die Wasser aus dem Speicherbecken des Dammes abflossen. Wurden die Schleusen wieder geschlossen, stieg das Wasser und überflutete die Tempel.

Durch den Bau des neuen Assuan-Staudammes kam die Insel in große Gefahr, denn sie lag nun zwischen den beiden Dämmen. In einer großen Rettungsaktion wurde die gesamte Insel trockengelegt und die Tempelanlagen wurden auf der eingeebneten Nachbarinsel Agilkia nach derselben Anordnung wieder aufgebaut. Das Tempelniveau liegt nun 13 m höher.

Auf der Straße zum alten Staudamm biegt man 1 km außerhalb der Stadt hinter dem islamischen Friedhof links ab. Nach weiteren 500 m befinden sich rechts die Granitsteinbrüche. Dort liegt, mit der Unterseite noch nicht vom gewachsenen Fels gelöst, der berühmte unvollendete Obelisk. Er hat die alle anderen bekannten Obelisken übertreffende Länge von 41,75m (Breite am Fuß 4,20 m) und ein Gewicht von 1170 Tonnen.Zu spät erkannte Gesteinsrisse beendeten vorzeitig die Arbeit an diesem Koloss

 

Abends unbedingt ein Bummel durch den Bazar mit seinem duftenden Gewürzviertel.

  

     

 

 
  Zurück