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Tempelanlage von Abydos |
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Schon zu Beginn der Geschichte Ägyptens hatte die Stadt Abydos große politische und kultische Bedeutung. Zur Zeit der 5. Dynastie wurde es geradezu Brauch, die Toten aus allen Gauen des Landes hier beizusetzen, denn unterdessen war Osiris, der Gott des ewigen Lebens und der Auferstehung, in Abydos so heimisch geworden, dass er mit der alten Lokalgottheit verschmelzen und sie allmählich ersetzen konnte. Am Ort des Osiris begraben zu sein oder dort wenigstens durch ein Scheingrab Anteil an den Auferstehungsgnaden des Gottes zu haben, war fortan das Ziel jeden Ägypters. Die Wallfahrten und Festlichkeiten von Abydos (Mysterienspiele, bei denen Priester das Osirisbild in seiner Götterbarke zu Grabe trugen) gehörten zu den kultischen Höhepunkten des religiösen Jahres. Neben den Nekropolen erbauten sich Sethos I. und Ramses II. prächtige Kulttempel, denn unterdessen wurden auch Isis und Horus, später Amun, Ptah und Harachte als besonders verehrungswürdige Götter dem Osiris von Abydos beigestellt.
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Der Tempel in Abydos mit noch sehr gut erhaltenen Wandmalereien
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